Diaglobal GmbH

   Anwendungen
   Die 3 Säulen der Prävention
    Prävention/Ausdauersport
    Fettstoffwechselstörung
    Metabolisches Syndrom
    Diabetes/Oraler                                      Glukosetoleranztest
    Trainingssteuerung im
       Leistungssport

    IGeL / GOÄ
    RiliBÄK 2008

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    Blutabnahme aus
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    Point of Care - Diagnostik
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    Biodiesel
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Insulinresistenz / Oraler Glucosetoleranztest (OGGT)

Mit dem Oralen Glucosetoleranztest kann eine Insulinresistenz sicher erkannt
sowie eine Differenzierung zwischen den Krankheitsbildern Glucose-Toleranzstörung und Diabetes mellitus vorgenommen werden.
In der Schwangerenbetreuung ermöglicht der Orale Glucosetoleranztest die Diagnose eines Gestationsdiabetes und gehört gemäß Mutterschaftsrichtlinien seit dem 03.03.12 zu den Pflichtuntersuchungen gynäkologischer Praxen (BAnz. Nr. 36, S. 914)

Risikofaktor Insulinresistenz
Das Hormon Insulin steuert den Transport von Glucose aus dem Extrazellulärraum in die Zelle. Störungen dieses Prozesses führen zum Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
Es wird zwischen Typ 1- und Typ 2-Diabetes unterschieden.

Ursache
Typ 1-Diabetes Angeborener Insulinmangel
Typ 2-Diabetes Erworbene Insulinresistenz

Der Typ 2-Diabetes (früher als "Altersdiabetes" bezeichnet) und seine Vorstufe, die Glucose-Toleranzstörung, entwickelt sich mit zunehmendem Alter, wird neuerdings aber immer häufiger auch bei jungen Menschen diagnostiert. Neben einer genetischen Disposition werden als auslösende Faktoren Übergewicht, falsche Ernährung und Bewegungsmangel angesehen. Der Typ 2-Diabetes verzeichnet in den letzten Jahren in Deutschland eine dramatische Zunahme (s. unsere Webseite "Die 3 Säulen der Prävention") und ist durch eine hohe Dunkelziffer gekennzeichnet.

Die Glucose-Toleranzstörung ist auf Grund neuerer epidemiologischer Studien als Risikofaktor arteriosklerotischer Erkrankungen einzustufen und zählt wie der Diabetes mellitus zu den Komponenten des Metabolischen Syndroms. 1)

Diagnostik
Basisuntersuchung ist die Glucose-Bestimmung im Nüchternblut

Normbereich 60 – 100 mg/dL
Gestörte Nüchternglucose (Prädiabetes) 110 - 126 mg/dL
Diabetes mellitus > 126 mg/dL
l
Nicht selten wird bei der Nüchternblutmessung ein Diabetes übersehen.
Noch kritischer ist die Situation beim Prädiabetes. Eine sichere Diagnosestellung ist hier nur mit Hilfe des Oralen Glucosetoleranztestes (OGTT) möglich.

Die Durchführung des OGTT, der neben der Glucosebestimmung im Nüchternblut weitere Messungen nach oraler Glucose-Belastung vorsieht, wird derzeit empfohlen, wenn Risikofaktoren wie Übergewicht, Hypertonie, erhöhte Triglyceride vorhanden sind oder bei nahen Familienangehörigen ein Typ 2-Diabetes diagnostiert wurde.


Durchführung des Oralen Glucosetoleranztestes (OGTT)

Indikation Verdacht auf Störung der Glucose-Toleranz
Meßgeräte Gyn PhotometerVario Photometer / Vario Photometer II
Reagenz GLU 142 (40 Tests)
Probenmaterial Vollblut 
Vorbereitung 10 – 16 stündige Nahrungskarenz nach einer mindestens
dreitägigen Ernährung mit mehr als 150 g Kohlenhydrate / Tag
Durchführung · Am Morgen Blutentnahme zur Bestimmung des Nüchtern-
  Blutzuckers (BZ 1)
· Trinken einer Glucose-Lösung (75 g Glucose in 300 - 400 mL
  Wasser) innerhalb von 5 Minuten
· Nach 1 und 2 Std. Blutentnahme zur Bestimmung des 2. und
  3. Blutzuckerwertes (BZ 2)
Verbote Während des Tests nicht rauchen.
Keine körperlichen Aktivitäten

Die Glucose steigt nach oraler Belastung auch beim Gesunden zunächst deutlich an, um nach Erreichen eines Maximalwertes (meist zwischen der 30. und 60. Minute) wieder abzufallen. Typische Verlaufskurven sind in Abb.1 wiedergegeben.



Bei Vorliegen einer Insulinresistenz wird nach 1 Stunde eine Blutglucose-Konzentration über 200 mg/dL erreicht. Für die Bewertung ist der 2-Stundenwert maßgebend, der eine eindeutige Differenzierung zwischen Glucose-Toleranzstörung und manifestem Diabetes mellitus erlaubt.

Bewertung
Männer, Nichtschwangere Frauen Glucose nach 2 Std.
Normbereich < 140 mg/dL
Gestörte Glucosetoleranz 140 – 200 mg/dL
Diabetes mellitus > 200 mg/dL

Gestationsdiabetes
Ein Gestationsdiabetes tritt bei etwa 5 Prozent aller schwangeren Mitteleuropäerinnen auf und bedeutet ein erhebliches perinatales Risiko für das Kind. Um die vergleichsweise niedrige perinatale Sterblichkeit weiter zu senken, sollte bei Schwangeren konsequent nach einem Gestationsdiabetes oder einer pathologischen Glucosetoleranzstörung gesucht werden. Die Untersuchung wird erstmals in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt und ist seit dem 03.03.2012 eine Pflichtuntersuchung für alle Gynäkologische Praxen (BAnz. Nr. 36, S. 914).

Beurteilungsgrundlage ist auch hier ein Oraler Glucosetoleranztest. Die Entscheidungsgrenzen werden niedriger als bei Erwachsenen angesetzt. Weitere Informationen unter. 2)
Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) gelten folgende Grenzwerte:
Gestationsdiabetes - OGGT           Venöses Plasma      
Nüchtern       92 mg/dL
Nach 1 Stunde     180 mg/dL
Nach 2 Stunden     153 mg/dL
 
Wird einer der drei Werte überschritten, liegt ein Gestationsdiabetes vor.

Bestimmung der Blutglucose

Für die Glucose-Bestimmungen bietet sich das Gyn Photometer von Diaglobal an. Der einfach durchzuführende (nasschemische) Test zeichnet sich durch eine sehr gute Präzision und Richtigkeit aus und wird bei Ringversuchen, an denen sich die Diaglobal beteiligt, regelmäßig überprüft. Das Messergebnis liegt nach
2 Minuten vor. Pro Bestimmung werden 10 µL Blut benötigt. Weitere Informationen finden Sie in der Packungsbeilage GLU 142, die wir auf Anfrage gerne zusenden

Mit dem Gyn Photometer können weitere Blutparameter, die für die Schwangerenbetreuung von Bedeutung sind (Hämoglobin, Erythrocyten und Hämatokrit) bestimmt werden. Das Gerät, das mit allem Zubehör in einem handlichen Koffer Platz findet, kann bei Hausbesuchen mitgenommen werden. 


Weblinks

1.www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=36682
2.www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de Praxisleitlinien Gestationsdiabetes.pdf

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